05SepalldayExkursion Brienz, Mühlebach und TrachtbachVerschiebedatum Sa, 8. Juli

Naturhof Enggist bei Biglen, Exkursion vom 6. Juli 2019

Naturhof Enggist bei Biglen, Exkursion vom 6. Juli 2019

  • Auf dem Naturhof von Daniel Mosi­mann, Eng­gist bei Biglen i.E.

Wir lassen die Natur spielen

Besuch mit Führung auf dem Naturhof Eng­gist in Biglen von Daniel Mosi­mann am 6. Juli 2019.

14 Per­so­n­en der Umwelt­gruppe Kehrsatz fan­den sich am Sam­stag Nach­mit­tag auf dem Naturhof Eng­gist, dem Paradies für Men­sch, Tier und Pflanzen ein.

Daniel Mosi­mann gehört der Hof seit 5 Jahren, aber schon vor 30 Jahren wurde mit Hil­fe des Bern­er Vogelschutzes und vie­len Frei­willi­gen die ganze Umge­bung natur­nah gestal­tet. Viele Heck­en mit ein­heimis­chen Gehölzen und unge­fähr 40 alten Obst­baum­sorten von ProSpezieR­ara wur­den angepflanzt, Trock­en­mauern erstellt und ein Teich gebag­gert. Stein­haufen, Totholz und Asthaufen bieten vie­len Insek­ten und anderen Klein­tieren Unterschlupf. 

Ums Haus und in der Umge­bung wur­den Nistkästen aufge­hängt, die rege gebraucht werden. 

Über­all gibt es Nis­chen, Wegsäume , Wald­säume mit ein­heimis­chen Blütenpflanzen, die eine gute Nahrungsquelle für Vögel und Insek­ten auch speziell für die vie­len Wild­bi­ene­narten bieten.

In den let­zten 5 Jahren wur­den 35 Grosss­chmetter­linge, 95 Voge­larten und 12 Fle­d­er­mausarten beobachtet.

Die Führung auf dem Gelände zeigte uns die ganze Pracht dieses vielfälti­gen Lebensraumes.

Auf ein­er Wiese tum­melten sich neben anderen Schmetter­lin­gen eine grosse Anzahl Schachbret­tfal­ter. Insek­ten wie der Bienen­wolf und der Pin­selkäfer wur­den beobachtet. Daniel Mosi­mann zeigte uns Schlaf­stellen des Feld­hasen, die Igel kön­nen sich gut in dem hohen Gras ver­steck­en, die Rehe kom­men immer wieder zu Besuch. Wir hörten u.a. den Ruf der Goldammer und kon­nten ihn und sog­ar einen Neun­töter beobachten.

Im Teich laichen im Früh­ling die Gras­frösche und die Erd­kröten. Aber auch die Glög­glifrösche (Geburtshelfer­kröten) sind in gross­er Anzahl vorhanden. 

Viel Zeit und Enthu­si­as­mus wird in den Hof investiert. Das Gelände braucht viel Pflege, sei es mit Wal­daus­lich­tung, Brombeeren ent­fer­nen, neue Trock­en­mauern erstellen, Mähen mit ver­hält­nis­mäs­sig umwelt­fre­undlichem Balken­mäher usw. 

Die Natur entschädigt mit hoher Arten­vielfalt und Freude am Beobachten.

Daniel Mosi­mann gab uns viele Tipps und Anre­gun­gen mit auf den Weg, wie man einen Garten natur­nah gestal­ten kann, sei es im eige­nen Heim oder im Siedlungsgebiet.

Sehr wichtig ist auch eben die Natur spie­len zu lassen und nicht zu viel aufzuräu­men und im Herb­st verblühte Stau­den ste­hen zu lassen. Viele kleine Lebe­we­sen find­en darin Nahrung und ein Zuhause im Winter.

Wir lassen die Natur spie­len“ Spruch von der Web­site www.mosimann-gartenbau.ch von Daniel Mosi­mann, der ein Spezial­ist für Beratung, Pla­nung und Durch­führung von natur­na­hen Leben­sräu­men ist.

Text: Monique Stre­it und Therese Thöni 

Bilder: Andi Tromp

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