Auf dem Naturhof von Daniel Mosimann, Enggist bei Biglen i.E.
Daniel Mosimann leitet die Exkursion und weiss viel Interessantes zu erzählen
Daniel Mosimann, Experte, Berater für Planung und Ausführung naturnaher Lebensräume
Artenvielfalt am Wegesrand
Mehlschwalbennester unter dem Dach

Naturhof in Enggist, oberhalb vom Dorf Biglen
Bedeutung eines breiten Extensivstreifens: Artenvielfalt nimmt extrem zu
Nach Honig riechendes Labkraut (gelb), darum herum Oregano
Schachbrettfalter auf Flockenblume
Schachbrettfalter


Königskerze im vielfältigen Krautsaum
Die Wilde Möhre bietet unzähligen Inseketen als Lebensraum
Pinselkäfer (l) und Bienenwolf ® auf wilder Möhre
Schottisches Hochlandrind
Daniel Mosimann, engagiert und lebendig erzählend
Hab trotz Hitze ein feuchtes Schattenplätzchen gefunden 😉

Daniel Mosimann auf seinem Naturhof Enggist, Biglen
Wir lassen die Natur spielen
Besuch mit Führung auf dem Naturhof Enggist in Biglen von Daniel Mosimann am 6. Juli 2019.
14 Personen der Umweltgruppe Kehrsatz fanden sich am Samstag Nachmittag auf dem Naturhof Enggist, dem Paradies für Mensch, Tier und Pflanzen ein.
Daniel Mosimann gehört der Hof seit 5 Jahren, aber schon vor 30 Jahren wurde mit Hilfe des Berner Vogelschutzes und vielen Freiwilligen die ganze Umgebung naturnah gestaltet. Viele Hecken mit einheimischen Gehölzen und ungefähr 40 alten Obstbaumsorten von ProSpezieRara wurden angepflanzt, Trockenmauern erstellt und ein Teich gebaggert. Steinhaufen, Totholz und Asthaufen bieten vielen Insekten und anderen Kleintieren Unterschlupf.
Ums Haus und in der Umgebung wurden Nistkästen aufgehängt, die rege gebraucht werden.
Überall gibt es Nischen, Wegsäume , Waldsäume mit einheimischen Blütenpflanzen, die eine gute Nahrungsquelle für Vögel und Insekten auch speziell für die vielen Wildbienenarten bieten.
In den letzten 5 Jahren wurden 35 Grossschmetterlinge, 95 Vogelarten und 12 Fledermausarten beobachtet.
Die Führung auf dem Gelände zeigte uns die ganze Pracht dieses vielfältigen Lebensraumes.
Auf einer Wiese tummelten sich neben anderen Schmetterlingen eine grosse Anzahl Schachbrettfalter. Insekten wie der Bienenwolf und der Pinselkäfer wurden beobachtet. Daniel Mosimann zeigte uns Schlafstellen des Feldhasen, die Igel können sich gut in dem hohen Gras verstecken, die Rehe kommen immer wieder zu Besuch. Wir hörten u.a. den Ruf der Goldammer und konnten ihn und sogar einen Neuntöter beobachten.
Im Teich laichen im Frühling die Grasfrösche und die Erdkröten. Aber auch die Glögglifrösche (Geburtshelferkröten) sind in grosser Anzahl vorhanden.
Viel Zeit und Enthusiasmus wird in den Hof investiert. Das Gelände braucht viel Pflege, sei es mit Waldauslichtung, Brombeeren entfernen, neue Trockenmauern erstellen, Mähen mit verhältnismässig umweltfreundlichem Balkenmäher usw.
Die Natur entschädigt mit hoher Artenvielfalt und Freude am Beobachten.
Daniel Mosimann gab uns viele Tipps und Anregungen mit auf den Weg, wie man einen Garten naturnah gestalten kann, sei es im eigenen Heim oder im Siedlungsgebiet.
Sehr wichtig ist auch eben die Natur spielen zu lassen und nicht zu viel aufzuräumen und im Herbst verblühte Stauden stehen zu lassen. Viele kleine Lebewesen finden darin Nahrung und ein Zuhause im Winter.
„Wir lassen die Natur spielen“ Spruch von der Website www.mosimann-gartenbau.ch von Daniel Mosimann, der ein Spezialist für Beratung, Planung und Durchführung von naturnahen Lebensräumen ist.
Text: Monique Streit und Therese Thöni
Bilder: Andi Tromp


